Am Wochenende fand in Berlin die Bundeskonferenz der SoVD-Jugend statt. Die SoVD-Jugend ist die Jugendorganisation des SoVD. Sie steht für ein gleichberechtigtes Miteinander aller Menschen, um Ungerechtigkeiten, Ausgrenzungen, Benachteiligungen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Seit über 50 Jahren setzt sie sich für eine inklusive und solidarische Gesellschaft ein, die allen jungen Menschen – mit und ohne Behinderung – Chancengleichheit ermöglicht.
Ehrenurkunde für langjährigen Vorsitzenden Sebastian Freese
Bei der diesjährigen Tagung ging es neben der inhaltlichen Arbeit auch um personelle Veränderungen. Nach acht Jahren beendete Sebastian Freese seine Tätigkeit als Bundesjugendvorsitzender. Die SoVD-Vorständin Sandra Fehlberg würdigte seinen jahrelangen Einsatz und sprach ihm Dank aus: „Für dein großartiges ehrenamtliches Engagement, deine Zeit, deine Geduld und alles, was du gegeben hast.“ Später erhielt Freese eine Ehrenurkunde, die seinen „unermüdlichen Einsatz, sein großes Herz und seine bewundernswerte Hingabe“ auszeichnet.
Als Nachfolger bestimmten die Delegierten den bisherigen Beisitzer im Bundesjugendvorstand, Tyll-Niklas Reinisch. Charlotte Ruppin und Sarah Dehn stehen ihm als Stellvertreterinnen zur Seite. Komplettiert wird der Vorstand durch Schatzmeister Hannes Gollmer sowie Schriftführer Alexander Menzel.
Aufforderung an Politik, Mobbing als Thema Ernst zu nehmen
Der inhaltliche Schwerpunkt der Konferenz lag auf dem Thema Mobbing. Hierzu gab es externen Input sowie einen Workshop. Die Delegierten verabschiedeten eine Resolution mit dem Titel: „Mobbing erkennen, verhindern, bekämpfen – Jugend fordert Verantwortung“.
Darin fordern sie die Politik auf, Mobbing ernst zu nehmen, als politische Daueraufgabe anzuerkennen und den Umgang damit im Schulalltag zu verankern. Außerdem sprechen sie sich dafür aus, Hilfsstrukturen für Mobbingopfer zu schaffen, Schulen zur verbindlichen Nachsorge und zur Stärkung ehemaliger Mobbing-Betroffener zu verpflichten sowie Kinder und Jugendliche – insbesondere Betroffene sowie junge Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen – bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Präventions-, Interventions- und Nachsorgekonzepten zu beteiligen.




