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aktuelles aus dem Kreisverband Plön

SoVD erinnert an Erich Kuttner und mahnt zur Verteidigung der Demokratie

Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier: „Das Vermächtnis Erich Kuttners verpflichtet uns, Demokratie, Solidarität und Menschenwürde entschlossen zu verteidigen.“

Am 27. Mai hätte Erich Kuttner, Mitbegründer des SoVD, Geburtstag gehabt. Der SoVD erinnert aus diesem Anlass an das demokratische und sozialpolitische Wirken seines Gründungsvaters und würdigt dessen lebenslangen Einsatz für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kuttner, 1887 in Berlin geboren, prägte den Verband in seinen frühen Jahren entscheidend und steht bis heute für die Grundwerte des SoVD. Als jüdischer Sozialdemokrat, Journalist und Abgeordneter im Preußischen Landtag setzte er sich früh für die Rechte von Kriegsversehrten, sozial benachteiligten Menschen und für eine gerechte Gesellschaft ein.

1917 gründete er gemeinsam mit weiteren Mitstreitern den „Bund der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer“, aus dem später der SoVD hervorging. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Kuttner verfolgt, verhaftet und schließlich 1942 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet. „Erich Kuttner steht wie kaum ein anderer für den untrennbaren Zusammenhang von sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Verantwortung. Sein Leben und sein Schicksal mahnen uns, wachsam zu bleiben und jeder Form von Antisemitismus, Hass und Demokratiefeindlichkeit entschieden entgegenzutreten“, erklärt Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des SoVD.

Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen und die prognostizierten Zugewinne extremistischer Kräfte an den politischen Rändern sieht der SoVD das Erinnern an Persönlichkeiten wie Erich Kuttner als gesellschaftliche Verpflichtung. „Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten und populistische sowie rechtsextreme Positionen wieder an Zustimmung gewinnen, müssen wir das demokratiestärkende Andenken an Erich Kuttner bewahren. Demokratie lebt von Haltung, Solidarität und Menschlichkeit – dafür stand Kuttner, und dafür steht auch der SoVD“, so Engelmeier weiter. Der SoVD versteht das Gedenken an seinen Gründungsvater deshalb nicht allein als historischen Rückblick, sondern als klaren Auftrag für Gegenwart und Zukunft. Das Vermächtnis Erich Kuttners sei gerade heute aktueller denn je.

V.i.S.d.P.: Peter-Michael Zernechel