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aktuelles aus dem Kreisverband Plön

Rentenerhöhung beschlossen: Bezüge steigen um 4,24 Prozent

Die Erhöhung liegt oberhalb der Inflationsrate. Der SoVD mahnt dennoch, die schwierige Lage von vielen Rentner*innen Ernst zu nehmen und die gesetzliche Rente zu stärken.

Rückenansicht einer Gruppe älterer Menschen, die in einem Park auf einer Bank sitzt.
Die Altersbezüge in der gesetzlichen Rentenversicherung steigen im Juli um 4,24 Prozent. Für viele Rentner*innen bleibt die finanzielle Situation dennoch schwierig. Foto: FineBokeh / Adobe Stock

Die Öffentlichkeit wartet gespannt auf die Ergebnisse der Rentenkommission. Bis Ende Juni sollen diese vorgestellt werden. Bevor es um große Änderungen und möglicherweise auch Kürzungen bei der Rente geht, hat der Bundesrat heute erst einmal der geplanten regulären Rentenerhöhung zum Juli 2026 zugestimmt. Damit ist die Anhebung der Altersbezüge um 4,24 Prozent im nächsten Monate beschlossene Sache. 

Die Rentenerhöhung folgt der Lohnentwicklung im vergangenen Jahr und liegt damit deutlich über der Inflation in diesem Zeitraum. Der SoVD begrüßt, dass Rentner*innen erst einmal etwas mehr Geld im Portemonnaie haben werden. Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier gibt jedoch gleichzeitig zu bedenken, dass die Lage für viele weiterhin schwierig bleibt. 

SoVD: Viele spüren Rentenerhöhung kaum

Anlässlich der Bekanntgabe der Rentenerhöhung stellte sie fest: „Die geplante Rentenerhöhung ist grundsätzlich ein gutes Signal für Millionen Rentnerinnen und Rentner. Viele werden das Plus im Alltag aber nur eingeschränkt spüren, weil steigende Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie weiterhin hohe Preise für Energie, Wohnen und Lebensmittel den Effekt der Erhöhung deutlich abschwächen. Gerade für Menschen mit kleinen Renten bleibt die finanzielle Lage deshalb weiterhin angespannt.“

Zugleich warnt der Verband davor, die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung zu kürzen oder sie gar zu einer „Basisabsicherung“ abzuwerten, wie es Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in den Raum gestellt hat. Denn für Millionen von Menschen ist die gesetzliche Rente die wichtigste und nicht selten sogar die einzige Form der Alterssicherung. „Deshalb muss die Bundesregierung ein klares Zeichen setzen und die gesetzliche Rente gezielt stärken, statt sie ständig kleinzureden. Auch wenn Reformen notwendig sind, bleibt die gesetzliche Rentenversicherung ein stabiles und bewährtes System, das Vertrauen schafft und sozialen Zusammenhalt sichert“, fordert Michaela Engelmeier.