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aktuelles aus dem Kreisverband Plön

„Der Sozialverband ist mittlerweile mein Leben geworden“

Aktuelles

Seit 40 Jahren engagiert sich Doris Leipelt in Lübeck für den SoVD. Zuletzt als Vorsitzende im Ortsverband St. Gertrud. Im Gespräch erzählt sie, wie alles begann, warum ihr das Ehrenamt so lange Freude gemacht hat und weshalb sie dem Verband auch nach ihrem Rückzug treu bleibt.

Doris Leipelt aus Lübeck engagiert sich seit vielen Jahren im Ehrenamt für den SoVD

Frau Leipelt, Sie engagieren sich seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlich im SoVD. Wie hat das angefangen?

Das begann Mitte der 1980er-Jahre. Ich war damals noch nicht lange in Lübeck und kannte außer meinen Arbeitskollegen kaum jemanden. Über die damalige SoVD-Jugendarbeit – damals hieß das Ganze „Integ“ -  habe ich neue Kontakte gefunden. Als dort eine Schriftführerin gesucht wurde, habe ich mich gemeldet. So bin ich ins Ehrenamt hineingewachsen.

Aus dieser ersten Aufgabe sind schließlich rund 40 Jahre Engagement geworden. Was hat Sie all die Zeit motiviert?

Vor allem die Menschen. Über die Jahre sind viele Freundschaften entstanden. Ich habe andere Mitglieder kennengelernt, wir haben gemeinsam Veranstaltungen organisiert und viel Zeit miteinander verbracht. Wenn man merkt, dass sich die Leute freuen und die Arbeit geschätzt wird, dann macht das einfach Spaß.

Sie waren zuletzt Vorsitzende des Ortsverbands Lübeck-St. Gertrud. Was gehörte zu Ihren Aufgaben?

Eine ganze Menge. Da war viel Organisation dabei: Einladungen verschicken, Tagesordnungen erstellen, Protokolle vorbereiten, Mitgliederlisten pflegen und natürlich die Veranstaltungen organisieren. Viele denken, bei einem Ehrenamt geht es nur um die Treffen vor Ort. Tatsächlich steckt hinter den Kulissen oft sehr viel Arbeit.

Wie viel Zeit haben Sie persönlich investiert?

Das war unterschiedlich. Es gab Phasen, in denen das Ehrenamt fast einem Teilzeitjob entsprach. Da kamen schon viele Stunden pro Woche zusammen. Aber ich habe das immer gern gemacht. Und wie viel man selbst einbringt, kann man in der Regel allein entscheiden.

Der Ortsverband Lübeck-St. Gertrud zählt rund 760 Mitglieder. Was macht ihn aus Ihrer Sicht besonders?

Die Gemeinschaft. Viele Menschen suchen Kontakte und möchten etwas gemeinsam unternehmen. Das war bei uns immer wichtig. Wir haben Vorträge angeboten, Ausflüge organisiert und natürlich unsere regelmäßigen Treffen durchgeführt. Viele Mitglieder kommen gerne, weil sie dort bekannte Gesichter treffen.

Und welche Veranstaltungen sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Unsere gemeinsamen Reisen nach Büsum haben immer großen Anklang gefunden. Dort hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zeit für sich, konnten aber auch viel gemeinsam unternehmen. Man hat sich beim Essen getroffen, saß abends zusammen oder hat gespielt. Dabei lernt man die Menschen noch einmal ganz anders kennen.

Gab es auch Dinge, die Sie am Ehrenamt manchmal gestört haben?

Der Papierkram ist im Laufe der Jahre immer mehr geworden. Manche Abläufe sind recht aufwendig und kosten viel Zeit. Das gehört dazu, ist aber sicherlich nicht der schönste Teil eines Ehrenamts.

Vor Kurzem haben Sie Ihr Amt abgegeben. Fällt Ihnen das schwer?

Natürlich war das keine leichte Entscheidung. Nach so vielen Jahren ist das Ehrenamt ein wichtiger Teil des Lebens geworden. Aber manchmal ist es auch richtig, Verantwortung abzugeben und anderen die Möglichkeit zu geben, neue Ideen einzubringen.

Dem SoVD bleiben Sie trotzdem verbunden?

Auf jeden Fall. Ich bin weiterhin Mitglied und werde auch künftig an Veranstaltungen teilnehmen. Der SoVD begleitet mich schon seit Jahrzehnten. Deshalb sage ich immer: Mittlerweile ist der Sozialverband mein Leben geworden.

Was würden Sie Menschen raten, die überlegen, sich selbst ehrenamtlich zu engagieren?

Sie sollten es einfach ausprobieren. Am besten schaut man sich erst einmal an, wie die Arbeit aussieht, und entscheidet dann, ob es zu einem passt. Ein Ehrenamt ist nicht für jeden das Richtige. Aber wer Freude am Umgang mit Menschen hat, kann dabei sehr viel zurückbekommen.

Ehrenamtlich arbeiten wäre auch für Sie ein Thema? Dann melden Sie sich bei:

Christian Schultz
Referent für Sozialpolitik
Telefon: 0431 / 65 95 94 - 22
Mail: sozialpolitik(at)sovd-sh.de